Bestseller-Autorin Nicola Förg - "Ich mag kleine Skigebiete"

Mit ihren überwiegend im Allgäu spielenden Krimis ist Nicola Förg seit Jahren erfolgreich. Das gilt auch für ihr jüngstes Werk „Das stille Gift“, in dem wieder das Kommissarinnen-Duo Irmi Mangold und Kathi Reindl ermittelt. Wir haben mit ihr über die Berge und das Skifahren gesprochen.

neuer_name
Leidenschaftliche Alpinistin: Nicola Förgs erfolgreiche Krimis spielen überwiegend im Alpenraum.

Frau Förg, wurde Ihnen die Liebe zu Bergen in die Wiege gelegt?

Nicola Förg: Das kann man sagen! Meine Mutter hat immer erzählt, ich sei mit drei Jahren besser Ski gefahren als geradeaus gelaufen! Geht mir heute noch so (lacht). Wir waren eine Winterfamilie, fieberten immer dem Spätherbst entgegen. Jedes Jahr der befreiende Aufschrei: „Schnee!“ Wir konnten ihn riechen. Schon zwei Tage zuvor.

Haben Sie den Alpen-Heimatkrimi erfunden?

Erfunden würde ich nicht sagen. „Schussfahrt“ (erschien 2003, d. Red.) war aber der erste Allgäu-Krimi. Ich mag aber generell keine Schubladen. Die helfen zwar manchmal, aber das Leben ist bunt und unberechenbar. Auch „Heimatkrimi“ ist nur ein Etikett: Die Landschaft, das Wetter, die Historie, die Mentalität prägen die Menschen und sind wichtige Zutaten zur Authentizität einer Geschichte.

Wie wichtig ist Ihnen der Naturschutz, der in „Das stille Gift“ stark thematisiert wird?

Tiere, die Umwelt, unser sorgloser Umgang mit unseren Ressourcen und den Lebensmitteln sind mein Thema! Mir ist es zu wenig, etwas zu schreiben, was keinen Nachhall hinterlässt, was keine widerstrebenden Emotionen und Reaktionen hervorruft. Der Alpenkrimi darf und soll unterhalten, mitdenken ist aber erlaubt! (lacht)

Was sind Ihre Lieblingsskigebiete?

Ich mag sehr gerne kleine, feine, leere Gebiete: Alpe Lusia, Sarntal, Kasberg in Oberösterreich, Obersaxen statt dem Rummel in Laax, das großartige Bivio. Aber auch Alta Badia, weil es keine schöneren Berge gibt! Warth, weil das die „griabige“ Seite des Arlberg ist. Grüsch/Danusa, der Graubündner Geheimtipp, und Brambrüesch, der Hausberg von Chur. Im Allgäu die Hörner, und dann mein großer Liebling: Trysil in Norwegen.

Auf wie viele Skitage kommen Sie im Jahr?

Ich arbeite ja immer noch ein wenig journalistisch in dem Bereich (seit Jahrzehnten auch fürs SkiMAGAZIN, d. Red.), fahre also auch beruflich Ski. Da werden es gut 20 Tage sein. Privat – wir leben ja in Rufweite zu den Bergen – gehen wir gemütliche Pistenskitouren. Und wir spuren uns eine Hausloipe, die Anschluss an die offizielle Loipe in Prem hat. Wenn’s denn genug Schnee hat. Wegen mir darf es Berge von Schnee haben. Leider hört Frau Holle in letzter Zeit nicht gut auf mich!

Arbeiten Sie schon am nächsten Krimi?

Im März 2017 erscheint der achte Fall der Kommissarinnen. Es wird auch um Tourismus gehen und illegalen Welpenhandel!

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: SkiMAGAZIN Nr. 05 / 2016

Aktuelle Beilagen und Specials

  • catalog flat
  • catalog flat