Mehr Sicherheit auf winterlichen Straßen

Autofahrer aufgepasst: Hier kommen nützliche Tipps für die kalte Jahreszeit. Denn wer ohne böses Erwachen sicherer und reibungslos in Skiurlaub fahren möchte, der muss sich im Vorfeld Gedanken zur richtigen Wahl seiner Winterreifen machen und ein paar Grundsätze zur Fahrweise befolgen. Dazu erklärt Bridgestone-Chef Christian Mühlhäuser im Kurzinterview, warum ein guter Winterreifen für fast jeden Autofahrer ein absolutes Muss ist.

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Noch herrschen recht milde Temperaturen, doch der Winter steht unmittelbar bevor, in den Alpen gab es die ersten starken Schneefälle. Auf den Straßen bedeutet dies eine erhöhte Unfallgefahr durch Glätte. Deshalb ­sollte jeder im Oktober von Sommer- auf Winterreifen wechseln und dabei checken, ob ein neuer Satz angebracht ist.

Dank Winterreifen Unfallfrei durch die kalte Jahreszeit

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Denn Reifen sind ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem, und ­Premiumprodukte liefern bewiesenermaßen die überzeugendste Leistung. Der japanische Hersteller Bridgestone bietet mit seinem Blizzak LM005 ein gutes Beispiel für umfassende Performance bei winterlichen Straßenbedingungen. Der Winter-Spezialist ist im großen Winterreifentest 2020 des ADAC und seiner Partner ÖAMTC und TCS sowie des renommierten Fachmagazins auto motor und sport zum Testsieger gekürt worden. Die Profis bescheinigen dem Blizzak LM005 ein Höchstmaß an Kontrolle und ­Sicherheit bei Nässe, Schnee und Eis. Da Sicherheit oberste Priorität besitzt, haben wir die Testergebnisse zum Anlass genommen und Expertentipps eingeholt, mit denen Sie auch in der kalten Jahreszeit ­sicherer ans Ziel kommen.

Nicht ins Schwimmen kommen

Der Herbst ist dunkel – zudem droht bei Starkregen oft Aquaplaning-Gefahr. Dann gilt: Ruhe bewahren, ruckar­tige Lenkbewegungen vermeiden, vom Gas gehen und die Kupplung treten, bis der Reifen wieder einen Kontakt zur Fahrbahn hergestellt hat.

Achtung, längerer Bremsweg!

Nasses Laub und Raureif verändern das Bremsverhalten extrem. Auf nasser Fahrbahn beträgt der Bremsweg mit Sommerreifen bei Tempo 100 bereits 50 bis 75 Meter – bei Laub und Schmutz kann er sich auf 100 Meter oder mehr verlängern. Auf Schnee und Eis kommen Autos mit Winterreifen definitiv früher zum Stehen! Deshalb ganz wichtig: Sicherheitsabstand einhalten!

Unbedingt mit Winterreifen fahren

Winterreifen (erkennbar am „Alpine“-Schneeflocken-­Symbol auf der Seitenwand) verfügen über eine spezielle, kältetaugliche Gummimischung und Lamellentechnologie. Sie sorgen für mehr Traktion, kürzeren Bremsweg und besseres Lenkverhalten auf Schnee und Eis und bieten somit mehr Sicherheit und Leistung auf winterlichen Straßen.

Achtung, Wildwechsel!

Bei schlechter Sicht, vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden, ereignen sich Wildunfälle besonders häufig. Bei einem Aufprall mit Tempo 50 erhöht sich das Eigengewicht der Wildtiere um das 25-Fache! ­Also ­vorausschauend fahren und die Geschwindigkeit ­erheblich verringern.

Ruhe bewahren

Von einer auf die andere Sekunde wird die Fahrbahn spiegelglatt oder rutschig. Wenn eine Vollbremsung ­erforderlich ist, schnell abstoppen und durchgängig auf der Bremse bleiben. Große oder ruckartige Lenkbewegungen können gefährlich sein und sind zu vermeiden.

Die optimale Profiltiefe

In Deutschland beträgt die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe 1,6 Millimeter. Das Profil sollte aber aus Sicherheitsgründen nicht bis zu diesem Grenzwert abgefahren werden. Dies kann man einfach mit ­einer 1-Euro-Münze überprüfen: Verschwindet der Messing­rand im Profil, ist alles im Rahmen. Bei Urlaubsfahrten ins Ausland sollten die dortigen Vorgaben geprüft werden – so ist in Österreich eine Mindestprofiltiefe von 4 Millimetern für Winterreifen vorgeschrieben.

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Christian Mühlhäuser, Managing Director Bridgestone Central Europe (DACH und Skandinavien), erklärt im Kurzinterview, warum ein guter Winterreifen für fast jeden Autofahrer ein absolutes Muss ist.

SkiMAGAZIN: Herr Mühlhäuser, als begeisterter Skifahrer und Obertauern-Fan kennen Sie die Problematik: Die Straßen können im Winter nass, kalt, trocken, verschneit oder vereist sein, auf dem Weg in den Skiurlaub gibt es gar alles auf einer Fahrt. Was muss man bei der Reifenwahl beachten und worin unterscheiden sich Winter- von der Sommerreifen?

Christian Mühlhäuser: Allen voran bieten Winterreifen in der kalten Jahreszeit aufgrund ihrer speziellen, weicheren Gummimischung deutlich besseren Grip. Im Unterschied zum Profil eines Sommerreifens besitzt er sehr viele Lamellen, die eine enge Verzahnung mit Schnee und Eis zusätzlich fördern, dadurch bessere Haftung ermöglichen. Unser Winterspezialist Blizzak LM005 liefert diese gewünschte Performance zuverlässig, wie die aktuellen Testergebnisse der Fachmedien belegen. Und umgekehrt verhält es sich genauso: In der warmen Jahreszeit liegt der Sommerreifen vorne, deshalb gibt es die Spezialisten. Wir bieten zudem leistungsstarke Ganzjahresreifen wie den Weather Control A005 EVO, hier ist es aber wichtig, das eigene Fahrverhalten richtig einzuschätzen, denn diese sind nur für bestimmte Zielgruppen geeignet. Geht die Reise im Winter auch in die Berge, etwa zum Skifahren, raten wir zum Spezialisten.

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Welche Rolle spielt die Gummimischung?

Sobald es kälter wird, sinkt die Leistungsfähigkeit von Sommerreifen. Bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt verhärtet sich die Gummimischung und beeinträchtigt so das Bremsverhalten und die Haftungseigenschaften. Ein glatter Untergrund wie Schnee, Eis oder Reif bietet nur wenig Reibungswiderstand. Winterversionen, die eine weichere Gummimischung als Sommerreifen haben, sind genau auf die Herausforderungen der kalten Zeit abgestimmt. Ein entscheidender Vorteil, da die Reifen das einzige Sicherheitssystem sind, das Kontakt zur Straße hat!

Welche Folgen hat das im Ernstfall?

Ein Beispiel: Ein Auto, das bei kühlen Temperaturen mit Sommerreifen auf nasser Fahrbahn unterwegs ist, kommt bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h erst nach 60 bis 70 Metern zum Stehen. Mit Winterreifen verkürzt sich der Bremsweg signifikant, je nach Modell um mehrere Meter.

Was droht im Winter mit Sommerreifen?

Um die Sicherheit im Straßenverkehr auch bei winterlichen Verhältnissen zu gewährleisten, greift in Deutschland die situative Winterreifenpflicht. Diese ist nicht an ein Datum geknüpft, das heißt, dass bei winterlichen Straßenverhältnissen Winterreifen aufgezogen sein müssen, also bei Glatteis, Schnee- oder Reifglätte. Die Faust­formel O bis O, Oktober bis Ostern, ist ein guter Hinweis, besitzt rechtlich aber keine Relevanz. Bei Verstößen droht ein Bußgeld, im Falle eines Unfalls sogar die Leistungs­kürzung der Versicherung.

Dieser Serviceartikel zum Thema Winterreifen ist im SkiMAGAZIN 5/2020 erschienen.

Fotos: © Bridgestone

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: SkiMAGAZIN Nr. 05 / 2020

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