Neue Rekordabfahrt vom Matterhorn

In der Weltcupplanung bei unseren Nachbarn in der Schweiz tut sich gerade einiges. Die legendäre Lauberhorn-Abfahrt stand kurz auf der Kippe, dazu planen die Macher in Zermatt eine neue Rekordstrecke vom Matterhorn bis nach Italien.

neuer_name
Foto: Erich Spiess/ASP/Red Bull Content Pool
© Foto: Erich Spiess/ASP/Red Bull Content Pool

Im Frühjahr werden allerorts kräftig Pläne geschmiedet. So laufen bei den Eidgenossen in der Schweiz trotz Corona-Krise gerade einige Gedankenspiele um den neuen Weltcupkalender. Der Aufschrei innerhalb der Skirennlauf-Fangemeinde war groß, als aufgrund eines Streits mit den lokalen Behörden Anfang der Jahres bekannt wurde, dass der Verband Swiss Ski das traditionsreiche Lauberhorn-Rennen in Wengen gegebenenfalls fortan aus dem Langzeit-Weltcupkalender streichen wolle. Würde eine der spektakulärsten Abfahrten des alpinen Skizirkus wirklich Opfer eines Ringen um TV-Gelder?

Inzwischen gibt es die Entwarnung. Der Schweizer Skiverband will den über 4,5 Kilometer langen Klassiker im Kalender für die Saison 2021/22 lassen, nachdem der Unternehmer Jörg Moser eine Spende von 300.000 Schweizer Franken angekündigt hatte, mit der das strukturelle Defizit der Austragung der Lauberhornrennen ausgeglichen werden soll.

Neue Rekordabfahrt?

Doch damit nicht genug: Zudem plant man in der Schweiz eine neue Weltcup-Abfahrt vom Klein Matterhorn bis hinunter Cervinia im italienische Aostatal. Mit einer Länge von fast fünf Kilometern wäre die grenzüberschreitende Piste die längste des Weltcups. "Wir wollen dieses Rennen - und wir werden alles dafür tun", sagte der Präsident der Zermatt Bergbahnen AG, Franz Julen, der "Neuen Zürcher Zeitung".

Die Macher im Kanton Wallis betonten dabei, dass sie das Lauberhorn-Rennen im Januar nicht aus dem Kalender verdrängen wollen, sondern ihre Abfahrt, die im Herbst 2022 ihre Premiere feiern soll, jeweils zum Beginn der Saison im November planen. Der Start soll auf 3.899 Meter Meereshöhe liegen. "Der Weltcup ohne Wengen - das wäre ein Eigentor des Skisports, er würde einer Tradition beraubt, undenkbar. Man wird sich einigen.", führt Julen aus. Die FIS findet die Pläne ebenfalls spannend. "Eine November-Abfahrten in Zermatt - das passt wunderbar in unseren Kalender. Wir stehen voll und ganz hinter dem Projekt", erklärt FIS-Präsident Gian Franco Kasper.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Aktuelle Beilagen und Specials

  • catalog flat

Events

21.11 – 28.11.2020
SkiMAGAZIN Skitestwoche in Sulden