Werden 2016 die Liftpreise gesenkt?

Dr. Andrea Fischer – aktuell zur Österreicherin des Jahres ...

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... im Bereich Forschung gewählt – ist Meteorologin und Glaziologin für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Innsbruck. Sie beschäftigt sich mit dem Thema „energieeffiziente Beschneiung von morgen“. Geforscht wird dabei unter anderem an der Alpinen Forschungsstelle der Universität Innsbruck in Obergurgl-Hochgurgl.

Frau Dr. Fischer, in Fachkreisen ist zu vernehmen, Sie möchten das Schneemachen revolutionieren. Wieso? Revolution ist das falsche Wort. Eher Optimierung – denn man könnte noch sehr viel verbessern in punkto Energie-Effizienz.

Zum Beispiel? Indem man den Schneimeistern …

Sie meinen sicher SCHNEE-Meister! Nein, die heißen SCHNEI-Meister.

Jedenfalls: Wenn man diesen Meistern bessere Prognose-Tools zur Verfügung stellen würde, dann könnten sie gezielter Schnee machen.

Was wäre wichtig an so einem Tool? Etwa die Berücksichtigung, dass bei einer Piste völlig unterschiedliche Boden- und Luftbedingungen herrschen. Daraus kann man maßgebliche Schlüsse ziehen. Wir erforschen gerade, wie diese Unterschiede zustande kommen und wie man das besser steuern kann. Die Vorstudie lief von 1999 bis 2007 und ist natürlich bereits fertig.

Wie lautet deren Titel? „Die Änderungen der Bedingungen für die Produktion von Schnee in den letzten 40 Jahren“. Das Thema ist auch deshalb so interessant, weil ja immer wieder Meinungen auftauchen, dass Beschneiung in niedrigen Lagen demnächst nicht mehr möglich sein wird. Wir haben uns deshalb die Änderung verschiedener Klimaparameter zwischen 550 und 3.000 m Höhe angesehen.

Und wie fällt Ihr Fazit aus? Dass sich der Klimawandel als Trend nicht durchpaust. Sondern dass es halt ganz schlicht immer wieder gute und schlechte Winter gibt. Doch ein endgültiges Fazit können wir wohl erst nach dem Ende der „Haupt-Studie“ ziehen, etwa 2016.

Und dann wird jenes Tool den Markt der Schneimeister bereichern, von dem Sie sprachen? Genau. Und die Meister können dann wie gesagt noch effizienter arbeiten.

Was hat der Skifahrer für einen Vorteil davon? Dass die Qualität der beschneiten Pisten sich noch einmal verbessern wird, weil der Schneimeister besser vorausblicken kann. Außerdem profitiert der Skifahrer auch noch indirekt, weil sich die Ersparnis, die sich bei der Beschneiung ergibt, auf den Preis des Lifttickets auswirken könnte.

Das können wir uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine Seilbahngesellschaft ihre Preise senkt. Aber je effizienter der Liftbetreiber arbeiten kann, desto günstiger kann er die Tickets anbieten.

Und mit seinem Angebot vielleicht auch günstiger dastehen als die Konkurrenz des Nachbartals? Ihre Gedanken in Gottes Ohr. Wir werden sehen …

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