Riesiges Land – riesige Möglichkeiten

Neben Jasper gibt es in Kanada noch zahlreiche weitere Geheimtipps, in denen sich Skifans austoben können. Wir stellen Ihnen drei Highlights vor

Text Florian Tausch Bild TVB, Tourism BC/Dave Heath

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Castle Mountain

Für den Großteil der Skifahrer ist Castle Mountain, nur 220 km südlich von Calgary auf dem Weg nach Fernie gelegen, noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Doch unter Insidern genießt das Gebiet schon lange Kultstatus – denn aufgrund der speziellen geografischen Lage verfügt dieses Resort über den leichtesten und trockensten Pulverschnee in ganz Alberta. Und davon gibt es hier solche Mengen, dass sich Castle Mountain zu einer der besten Cat-Ski-Destinationen des Landes zählen darf.

Besonders beeindruckend ist das offene, weitläufige Terrain. Da (noch) fast nur Einheimische zum Skifahren hierher kommen, sind Pistentrubel oder Liftwartezeiten hier kein Thema, die großartigen Abfahrten – eine davon gehört zu den längsten in ganz Kanada – hat man oftmals für sich alleine. Trotzdem hat die Bergbahn in den letzten Jahren immer neue Runs erschlossen. Zahlreiche Waldabfahrten und einige extrem steile Hänge machen das Gebiet recht anspruchsvoll. Hier werden sich vor allem Könner wohlfühlen, die Herausforderungen und unberührte Natur lieben.

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Red Resort

Kanadas ältestes Wintersportgebiet war jahrzehntelang ein Geheimtipp unter Skifans, die den extrem trockenen Pulverschnee, die herzliche Gastfreundschaft und den entspannten Charme des Städtchens Rossland genossen. Doch nun rückt Red immer mehr in den Blickpunkt, denn seit einigen Jahren läuft ein Erschließungsplan, der den Gästen bis zu 1.400 Ski-in-Ski-out-Unterkünfte, Restaurants und Familien-Aktivitäten rund um die Talstation bieten soll. Zuletzt wurden bereits neue „Zauberteppiche“ für die Kleinen und eine Anfängerzone installiert.

Doch Red hat auch Fortgeschrittenen jede Menge zu bieten. Das Gelände besteht eigentlich aus zwei Skigebieten: Dem Red Mountain und Granite Mountain. Insgesamt stehen auf diesen 87 Abfahrten zur Verfügung, wobei gerade der Red Mountain mit einer großen Vielzahl an herausfordernden Runs aufwarten kann – ein Großteil davon ist schwarz ausgezeichnet. Und wem das noch nicht reicht, der kann im Red Resort auch den ultimativen Kick aller Skifreaks erleben: Per Pistenraupe oder per Helicopter geht es ins Backcountry, wo einsame Tiefschneeabfahrten warten.

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Whitewater

Es ist ein Land der Extreme, das man hier in Whitewater – etwa 15 km von dem historischen Künstlerstädtchen Nelson entfernt – vorfindet. Überwältigende Natur, kaum Menschen – aber dafür regelmäßig über 12 Meter Neuschnee pro Jahr! Kein Wunder, dass sich hier in den Wintermonaten bei den Einheimischen alles ums Skifahren dreht. Zwar gibt es nur vier Liftanlagen, aber diese bedienen, wie immer in Nordamerika, eine Vielzahl an Pisten: Insgesamt stehen 76 Abfahrten auf sehr abwechslungsreichem Gelände zur Verfügung. Der wahre Schatz liegt jedoch außerhalb der präparierten Pisten: Es gibt wohl nur wenige Gebiete, die Whitewater in Sachen Powder etwas vormachen. Der Ymir Peak – der Gipfel, auf dem sich das Skigebiet befindet – bekommt durch die Südwinde mehr als nur eine gute Dosis des „weißen Wassers“ ab – und wird so zum echten Paradies für Tourengeher und Freerider.

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