Hochzillertal: Zum Almochsen wedeln

Das SkiMAGAZIN stellt Ski-Restaurants, Hütten, Hotels und ihre kulinarischen Spezialitäten vor. Heute: die Wedelhütte im Skigebiet Hochzillertal bei Kaltenbach in Tirol mit ihrem Almochsenfilet samt Erdäpfeln

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Auf der Sonnenterrasse der Wedelhütte im Hochzillertal ermöglichen Liegestühle und sogar Wasserbetten einen komfortablen Aufenthalt.
© Archiv Wedelhütte

Text: Jupp Suttner

Als SkiMAGAZIN-Genuss-Reporter mit Sitz in Süddeutschland wird man oft von Freunden aus dem hohen Norden gefragt: „Wohin sollen wir in Skiurlaub fahren?“ Der SM-GR antwortet stets: „Ins Zillertal!“ Wegen der bequemen Anreise. Und weil es dort drei fabelhafte Skigebiete plus den ewig ­schneesicheren Hintertuxer Gletscher gibt. „Und wo im Zillertal absteigen?“, wird dann stets ­nachgehakt. Die Antwort ist immer gleich: „Bei Manni Kleiner und seiner Moni – auf der Wedelhütte!“

Diese liegt auf 2.340 Metern Höhe im Skigebiet Hochzillertal, bietet gefühlten 5-Sterne-Hotel-Standard mit 100-Sterne-Holz-Behaglichkeit, die besten Tiroler Gröstl Österreichs, tagsüber coole Musik auf der Sonnenterrasse, abends eine wundervolle Stille samt Sternenhimmel, eine Bibliothek, einen Wellness-Bereich und jeden Morgen die erste unverspurte Abfahrt ins Tal. Un!-über!-biet!-bar! Wie auch der Weinkeller mit Tausenden edelster Tropfen. Leider sind die elf Suiten (26 Betten) der Hütte meist ausgebucht. Man sollte sein Glück deshalb lange vorher versuchen – Preis: ab 189 Euro pro Person und Nacht inklusive Halbpension.

Chillen in Filzpantoffeln

Eine Hütte auf höchstem Niveau – und dennoch unendlich leger. Bester Beweis: Man bewegt sich die ganze Zeit in Filzpantoffeln, die auf der Wedelhütte „Patschen“ (sprich: Batschn) genannt werden. In diese schlüpfen auch Skifahrer, die nur für eine kleine Mittagsrast vorbeischauen – während ihre Skistiefel für eine angenehme Weiterfahrt getrocknet werden.

Wer kein Zimmer ergattert hat, sollte unbedingt einmal seine Mittags-pause dort verbringen – und sich einen Genuss der ganz besonderen Art genehmigen: relaxen in der höchstgelegenen Bibliothek Österreichs, wenn nicht gar der gesamten Alpen. Sie verfügt über eine feine Auswahl an Büchern: Titel über die Magie der Berge, den Alpinismus und die Natur, über die Kunst des Essens und Genießens – und natürlich auch über das Skifahren. Ebenso liegen hochrangige aktuelle (Lifestyle-)Magazine aus. Die Bibliothek bietet nicht nur ein Stundenglück, falls es draußen stürmt oder schneit, sondern die Werke können bei gutem Wetter auch mit auf die Lammfell-Liegen der Sonnenterrasse genommen werden – wo allerdings immer wieder die grandiose Landschaft von der Lektüre ablenkt.

Und was bietet die Wedelhütte an kulinarischem Genuss? Nun, die persönliche Favoritenspeise des Genuss-Reporters heißt: Almochsenfilet mit Erdäpfeln (32 Euro). Ein Muss! Und falls Sie sich zu Hause an dieser Speise selbst einmal versuchen möchten – Küchenchef Christian Siegele hat uns das Rezept zur Verfügung gestellt.

Infos: www.wedelhuette.at{, www.hochzillertal.com

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© Archiv Wedelhütte

UND SO GEHT’S

Almochsenfilet mit Erdäpfeln

Für 4 Personen

Als Erstes benötigen Sie 6 Stück mittelgroße Erdäpfel (österreichisch-bayerisch für Kartoffeln) und 2 Zwiebeln (mittelgroß) sowie Butter, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Milch.

Für das Röstkartoffelpüree die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen. Zwiebel klein schneiden und in Butter braun anrösten. Gekochte Kartoffeln schälen, klein schneiden und zu den gerösteten Zwiebeln geben, bis sie goldbraun sind. Danach mit einer Kartoffelpresse alles durchdrücken, mit einem Schneebesen unter Zugabe von warmer Milch und kalter Butter alles zu einer cremigen Masse verrühren, dann salzen, pfeffern und mit Muskatnuss abschmecken.

Des Weiteren brauchen Sie: 1 kg breite Bohnen, 1 große Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 70 g Speck, ½ EL Thymian oder Bohnenkraut, Salz und Pfeffer sowie 1 EL Olivenöl.

Die Bohnen putzen und in Rauten schneiden.In Salzwasser bissfest kochen, dann abseihen. In der Zwischenzeit Zwiebel in ganz kleine Stücke schneiden, den Speck ebenfalls. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und darin Zwiebeln und Speck anbraten. Die noch warmen Bohnen dazugeben und gut mit Salz, Pfeffer sowie Thymian abschmecken und würzen. Zuletzt den durchgepressten Knoblauch unterrühren und alles noch kurz auf kleiner Flamme durchschwenken.

Nun zur Hauptsache: 1 kg Ochsenfilet oder Rinderfilet (küchenfertig), 6 EL Pflanzenöl, 2 EL Butter, 1 TL Meersalz und 1 TL Pfeffer aus der Mühle.

Zuerst das Fleisch waschen, trocken tupfen (ca. 1 bis 2 Stunden vor dem Braten, Raumtemperatur). Anschließend das Rinderfilet in vier etwa gleich dicke Scheiben schneiden.­ Jede Scheibe sollte demnach ca. 250 g ­wiegen. Danach jede Scheibe Fleisch mit ­etwas Küchengarn umwickeln. ­Damit gart es gleichmäßiger und behält zudem seine Form.

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Steaks scharf anbraten. Nach kurzem Anbraten drehen und von der anderen Seite ebenfalls scharf anbraten. Das Fleisch salzen, pfeffern. Danach etwa 6–8 ­Minuten in den vorgeheizten Ofen (ca. 180 °C) ­schieben. Rausnehmen, in Alufolie wickeln und ca. 6–8 Minuten in den vorgeheizten Ofen (ca.180°C) schieben. Rausnehmen, in Alufolie wickeln und ca. 6-8 Minuten ruhen lassen. Der Pfanne bei mittlerer Hitze die Butter zugeben. Das Fleisch pro Seite 1-3 Minuten braten und servieren.

Guten Appetit!

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: SkiMAGAZIN Nr. 01 / 2016

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