Big Is Beautiful

Wilde Rekordjagt: Es ist ein Fall von vielen: Durch die Verbindung von Stuben mit Zürs am Arlberg verliert Saalbach den Titel als größtes Skigebiet Österreichs. Die Areale für Skigäste wachsen stetig – und sind beliebter denn je. Warum? Das SkiMagazin begab sich auf Spurensuche.

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Supersize: Das Skigebiet von Park City im US-Bundesstaat Utah erstreckt sich über fast 30 Quadrat-kilometer.

Text: Christoph Schrahe

"Wer hat die Längste?" titelte der „Spiegel“ im Herbst 2015. Eine doppeldeutige Schlagzeile, die aber nicht auf das Ausmaß bestimmter Körperteile anspielte, sondern einem Artikel über Skipisten vorangestellt wurde. Anlass war der nach Meinung des Magazins „bizarre Streit“, der um den Titel „Größtes Skigebiet Österreichs“ tobte. Die Kontrahenten in dem Disput: die Skiwelt Wilder Kaiser und das Skigebiet Saalbach im Salzburger Land. Letzteres hatte sich zum Winter 2015/16 mit Fieberbrunn in Tirol zusammengeschlossen und bewarb den neuen Verbund mit jenem Superlativ, den von jeher die Skiwelt Wilder Kaiser für sich beansprucht hatte.

Saalbach behauptete, mit 270 Pistenkilometern die Nummer eins zu sein – obwohl die Skiwelt mit 281 Kilometern warb. Das Argument: Im Gegensatz zur Konkurrenz sind die Abfahrten von Saalbach und Fieberbrunn lückenlos verbunden; um auf 281 Kilo­meter zu kommen, zählen die Marketing-Fachleute der Skiwelt die Abfahrten von drei räumlich getrennten Einzelskigebieten zusammen. Rechnet man die Abfahrten von Kelchsau und Schwoich heraus, bleiben für das verknüpfte Großraumskigebiet zwischen Hopfgarten, Scheffau und Westendorf weniger als 270 Kilometer übrig.

Alles in allem ein toller PR-Coup – für beide Skigebiete. Denn im Hinterkopf der potenziellen Skigäste blieb vor allem eine Botschaft: Saalbach und die Skiwelt sind groß; welches der beiden Areale ein paar Meter mehr Abfahrtslänge aufweist – wen interessiert das schon? Fast niemanden, sind sich die Verantwortlichen sicher.

„Die Größe eines Skigebiets ist für den überwiegenden Teil der Gäste eines der wichtigsten Entscheidungskriterien“, sagt Helmuth Thomas, Geschäftsführer der Saalbacher Bergbahnen.

Den kompletten Artikel erhalten Sie in Heft 05/16 von skimagazin. Hier können Sie das Heft nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: SkiMAGAZIN Nr. 05 / 2016

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