Mikaela Shiffrin: »Ich kenne keine Limits!«

Sie ist die alles überragende Figur des Skirennlaufs und pulverisiert einen Rekord nach dem anderen. So hat Mikaela Shiffrin mit ihren 22 Jahren bereits 39 Weltcupsiege eingefahren, ist Olympiasiegerin, dreifache Weltmeisterin und hat den Gesamtweltcup 2016/17 gewonnen. Im Interview spricht die sympathische Slalom-Ausnahmeerscheinung über ihre Dominanz, die Speed-Disziplin und das gewisse Etwas.

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© Longines

Interview: Timo Böckenhüser

Der erste WM-Titel kurz vor dem 18. Geburtstag, nur ein Jahr später olympisches Gold und – nach 31 (!) Triumphen aus den ersten 104 Rennen – der Debüt-Gesamtweltcup-Sieg nur Tage nach dem 21. Wiegentag. Mikaela Shiffrins Laufbahn ist das, was man als Bilderbuchkarriere bezeichnet. Die hübsche Blondine aus Colorado ist im Slalom seit Jahren eine Klasse für sich. 2016/17 holte sie in neun Slaloms sechs Siege, einen zweiten und einen dritten Platz – in Maribor schied sie aus. Und 2017/18? Da dachten viele nach Platz 5 zum Auftakt im Riesenslalom von Sölden und Rang 2 im ersten Slalom in Levi, es würde spannender werden. Von wegen! Nach zwei souveränen Triumphen in den nächsten beiden Slaloms und im Riesenslalom von Courchevel hat die Amerikanerin sogar in der Abfahrt ihren ersten Weltcup-Erfolg eingefahren.

Ihre beeindruckende Saisonbilanz: 26 Starts, 18 Podestplätze, davon zwölf Siege (dreimal schied sie aus), und 605 (!) Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierte Wendy Holdener in der Gesamtwertung! Dominanz trägt im alpinen Rennsport einen Namen: Mikaela Shiffrin.

SkiMAGAZIN: Frau Shiffrin, um mit einer simplen Frage zu beginnen: Warum­ sind Sie so schnell? Sie dominieren im Slalom nach Belieben und fahren bei jedem Start um den Sieg mit …

Mikaela Shiffrin: Ich denke, der Hauptgrund dafür, dass ich vor ein paar Jahren so schnell im Slalom war, ist, dass mein Fokus sehr auf meinem Slalomtraining lag. Mein Timing und mein Rhythmus waren sehr gut, besser als bei den ­Konkurrentinnen zu diesem Zeitpunkt. Ich merke jedoch, dass ich jetzt härter für dieses Timing trainieren muss. Insgesamt muss ich sagen: Für mich gibt es nicht das eine Erfolgsrezept. Doch harte Arbeit zahlt sich aus.

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© Jonathan Selkowitz/Red Bull Content Pool

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: SkiMAGAZIN Nr. 02 / 2018

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