5 Gründe für den (Wieder-)Einstieg

Wie Sie einen Ex-Skifahrer zum Wiedereinstieg bewegen – und dabei eine tolle Reise gewinnen können

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Text Florian Tausch, Katharina Teudt Bild Ski amadé, Zell am See-Kaprun Tourismus

Bereits vor knapp 15 Jahren errechnete eine vom österreichischen Wirtschaftsministerium beauftragte Studie, dass 17 Millionen Deutsche aus dem Skisport ausgestiegen sind – und jeder dieser Aussteiger hatte seine Gründe. Lange Schlangen an den Liften. Schneearme Winter. Mangelnde Kinderbetreuung. Komplizierte Anreise. Die Liste ließe sich fortsetzen.

Zum Glück gibt es heute noch eine andere Liste, die immer länger wird. Und zwar die mit den guten Gründen für einen Wiedereinstieg. Denn in unserem Sport hat sich in den letzten 10, 15 Jahren Erstaunliches getan. Ob es Equipment, Service oder Schneegarantie ist – in allen Bereichen gibt es deutliche Verbesserungen, die den ein oder anderen Ex-Fahrer sicher wieder dazu bringen würden, sich die Ski unterzuschnallen.

Wir haben eine kleine Auswahl dieser Argumente zusammengetragen – und überlassen es Ihnen, in Ihrem Bekanntenkreis für unseren Sport zu werben. Natürlich sollen Sie auch etwas davon haben: Wer uns einen Wiedereinsteiger bringt, hat mit etwas Glück die Chance auf einen tollen Preis.

1 Neues Material

Beim Gang in den Keller fällt Ihr Blick auf die zwei Bretter, die seit Jahren in der selben Ecke stehen: Über zwei Meter, gerade wie zwei Christbaum-Kerzen, den Rost auf den Kanten erkennen Sie auf die Entfernung selbst im Dämmerlicht. Mit Schaudern wenden Sie sich ab. Zurecht. Denn mit diesem Equipment müssten Sie sich wohl den Berg eher hinabkämpfen, als ihn hinunter zu tanzen.

Doch das aktuelle Equipment vermittelt einen völlig anderes Fahrgefühl – und wir reden hier nicht nur von der Carving-Taillierung, die ja nun vor über einer Dekade zum Standard geworden ist. Inzwischen hat sich im Skibau weitaus mehr getan. Allen voran moderne Rocker-Konstruktionen – bei denen die Skispitze und manchmal auch das -ende leicht aufgebogen ist – machen es Anfängern und Wiedereinsteigern einfach: Durch den neuen Shape sind Ski wesentlich drehfreudiger, kraftsparender und sicherer zu fahren – das klassische „Verschneiden“ gehört mit ihnen der Vergangenheit an. Darüber hinaus haben viele Hersteller den Leichtbau für sich entdeckt: Durch die Verwendung neuer Materialien und Konstruktionen sind Ski häufig wesentlich leichter – ebenfalls ein Plus, wenn es nach 15 Jahren erstmals wieder auf den Berg geht.

Und auch bei den Schuhen hat sich vieles getan: Heutzutage einen Schuh zu finden, der drückt, ist fast so selten geworden, wie früher einen zu finden, der perfekt passt. Möglich machen das verschiedene Leistenbreiten, anatomisch geformte Konstruktionen und Innenschuhe, die sich der Fußform aktiv anpassen.

2 Besseres Angebot

So konnte ein Skitag vor 15 Jahren aussehen: Stundenlanges Anstehen am klapprigen 1er-Sessellift. Eine Abfahrt auf sulzigem Schnee, durch den hier und da braune Stellen zum Vorschein kommen. Einkehrschwung auf einer überfüllten Hütte, auf der es zwar schlechtes Essen, aber dafür extra-laute Musik gibt.

An solche Zeiten mag man kaum mehr denken – so dramatisch hat sich das Angebot verbessert. So sind schneearme Winter wortwörtlich Schnee von gestern. Alleine in den letzten zehn Jahren hat beispielsweise die österreichische Seilbahnwirtschaft über eine Milliarde Euro in den Ausbau der technischen Beschneiung investiert. Technischer Schnee ist zudem leichter zu präparieren – und so werden glatte Pisten für Wiedereinsteiger quasi zur Erlebnisgarantie.

Zudem ist der Komfort an jeder Stelle des Skigebiets signifikant gestiegen: Schlepper sind beheizten Sesselliften, Sessellifte oftmals Gondeln gewichen. So kommt jeder bequem und vor allem schnell auf den Berg. Heutzutage fahren Skifahrer in nur drei Stunden so viel, wie früher am ganzen Tag.

Da bleibt viel Zeit für den Einkehrschwung. Und auch der ist heute ein ganz anderes Erlebnis: Spannende Architektur – wie beispielsweise bei der neuen Wildspitzbahn im Pitztal – hat das Kantinen-Flair vieler Betriebe abgelöst, Lounge-Charakter den Ballermann-Trubel und gehobene Küche die Tiefkühlkost vergangener Tage.

Vor dem Skivergnügen steht freilich oft eine mühsame Anreise – die heute oft gar nicht mehr so mühsam ist! Denn mittlerweile sind viele Ski-zentren gut ins Netz von Low-Cost-Airlines eingebunden. Wer beispielsweise aus dem norddeutschen Raum nach Salzburg will, ist mit Air Berlin sicher schneller und kostengünstiger vor Ort, als dies mit dem Auto der Fall wäre.

3 Skifahren lernen ist so einfach wie nie

Der Weg vom Anfänger zum passablen Skifahrer war früher ein steiniger – selbst bei guten Pistenbedingungen. Viele Einsteiger bekamen erst im zweiten oder dritten Winterurlaub das richtige Gefühl für die Bretter. Dank neuem Material und neuen Lehrmethoden ist das heute anders. Ein typisches Beispiel hierfür ist das Kursprogramm „Learn2Ski“ in Ski Amadé: Hier kann man mit viel Spaß und Freude in nur drei Tagen Skifahren lernen.

Die Anfängerkurse der örtlichen Skischulen in den Regionen Salzburger Sportwelt, Schladming-Dachstein, Gastein, Hochkönig und Großarltal basieren auf einer bekannten Motivations-Methode aus den USA, der so genannten „Fish-Methode“. Pisten-Neulinge im Erwachsenenalter lernen mit Spaß und kindlicher Leichtigkeit in drei Tagen das Skifahren. Speziell geschulte Skilehrer helfen den Anfängern dabei, sich an die Hänge zu wagen. Das alles ohne den Drill vergangener Zeiten, dafür mit viel Humor und Motivation. Dass die Methode tatsächlich funktioniert, dafür bürgt eine Geld-zurück-Garantie. Sollte ein Teilnehmer nach drei Tagen doch nicht die blaue Piste locker hinabgleiten, dann werden nicht nur die Kosten für den Skikurs erstattet, sondern auch für den Skiverleih und den Skipass.

4 Kinder dabei? Kein Problem!

Familienurlaub ist schön, doch der Aktiv-Urlaub in den Bergen wurde mit kleinen Kindern schnell stressig. In den meisten Fällen besuchten die Kleinen einen Skikurs und mussten gleich nach der Lehrstunde wieder abgeholt werden.

Mittlerweile geht das Angebot jedoch weit über das reine Erlernen des Skisports hinaus. Bei Bedarf bekommen kleine wie größere Kids eine Rundum-Betreuung und dieEltern ihre Auszeit für sich. Ganztags-Betreuung wird vor allem von den Unterkünften angeboten, wie etwa in den auf Familienurlaub mit Kindern spezialisierten Hotels (z. B. www.familienhotels.com oder www.kinderhotels.com), oder aber auch im „Kinder-Wonderland“ direkt an der Piste. Hier kümmern sich ausgebildete Kinderanimateure um die spielerische Unterhaltung jenseits der Skischulzeiten.

5 Skiurlaub ist mehr als Skifahren

Klar, wer die Ski jahrelang im Keller verstauben lässt, den interessieren vielleicht eher andere Aktivitäten als das pure Sammeln von Pistenkilometern. Warum also überhaupt einen Skiurlaub buchen? Weil oft vergessen wird, dass die Skiregionen heutzutage neben dem Pistenspaß eine wachsende Auswahl an sportlichen und kulturellen Off-Piste-Aktivitäten anzubieten haben. Wer sich also mal wieder ein wenig auf den Brettern versuchen möchte, aber gerne einen Plan B parat hat, wird auch in den Skigebieten bestens bedient.

Saisonale Kultur-Events wie Umzüge und Märkte in der Adventszeit, Jazz- und Popkonzerte im Tal oder Après-Ski-Partys auf den Hütten sind nur die eine Seite.

Tierfreunde können sich beispielsweise nicht nur von klassischen Pferdekutschfahrten durch die Landschaft ziehen lassen, sondern auch Hundeschlitten. Das Führen der Huskys wird in speziellen Workshops gelehrt. Wer es geruhsamer angehen möchte, genießt den absoluten Klassiker: das Rodeln. Vielerorts können noch abends kilometerlange, beleuchtete Bahnen mit Schlitten befahren werden. Neben anderen Winteraktivitäten wie Eisklettern gibt es auch ausgefallene Aktionen für den Adrenalin-Kick, etwa die Stahlseilrutsche Flying Fox XXL im Skicircus Saalbach-Hinterglemm, die mit bis zu 130 km/h über das Tal fegt. Und wer sich von all dem erholen möchte: Wohl in kaum einem Bereich wurde skigebietsübergreifend derart „aufgerüstet“, wie in punkto Wellness. Ganze Hotels – wie etwa das „Tauern Spa“ in Kaprun – sind heute als Tempel des Wohlbefindens konzipiert. Und wer auf Romantik nicht verzichten möchte, verbringt die Nacht vielleicht in einem Iglu, wie es beispielsweise Zell am See möglich ist.

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