Ein Hund im Schnee

Sie tragen Namen wie Baum oder Sonnengruß, Hund oder Krieger. Ungewöhnliche Begriffe, wenn es ums Skifahren geht. Doch Yoga-Übungen sind eine perfekte Vorbereitung auf großen Pistenspaß

Text Hubert Fehr BILD Dieter Menne

Skifahren erfordert Beweglichkeit, fließende Bewegungen und Bewegungsgeschicklichkeit. Dazu kommen große Gleichgewichtsanforderungen und ein hohes Konzentrationslevel, das besonders in schwierigen Situationen gefordert ist. Yoga-Übungen entsprechen perfekt diesen Anforderungen. Sie bringen die vielfältigen körperlichen Ungleichgewichte ins Lot, ermöglichen so auch weniger Sportlichen und Älteren ein um Jahre verlängertes Skifahren. Nicht zuletzt: In der Schönheit und Eleganz der Bewegung treffen sich Skifahren und Yoga.

Der koreanische Bewegungsmeister Seo Yoon-Nam empfahl vor einigen Jahren in der zum Kult gewordenen Serie im Magazin der Süddeutschen Zeitung „Wenn Du schnell ans Ziel willst, musst Du langsam gehen“:

· Jede Übung muss sehr zurückhaltend begonnen und darf nur allmählich gesteigert werden. Die Dehnungen zwischen 10 und 30 Sekunden aushalten. Bis an die Dehnungsgrenze gehen, aber man darf dabei keinen Schmerz spüren. Die Übungen müssen nicht gleich perfekt aussehen. Wer zu viel will, bekommt Probleme.

· In ruhiger Umgebung und in bequemer Sportkleidung, auf einer weichen Gymnastikmatte oder zwei übereinander gelegten Decken üben.

· Ruhig und natürlich atmen! Auf keinen Fall die Atmung pressen.

· Die Dehnungen nicht mit Schwung beginnen und auch nicht nachfedern.

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Übung 1: Hund

Meister Seo nennt die Übung „Den Käfig sprengen“. Die Beine etwas weiter als hüftbreit öffnen, die Hände flach vor dem Körper aufsetzen. Ausatmen und das Gesäß weit nach oben schieben, dabei Beine und Arme strecken. Entweder die Fußsohlen auf dem Boden lassen oder sich bis zum Zehenstand strecken. Der Po sprengt dann den Deckel des Käfigs, Arme und Bauchmuskeln werden gekräftigt, Waden und Achillessehnen gedehnt.

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Übung 2: Vorbeugen

Im geraden Stand (der „Berghaltung“ im Yoga) strecken Sie die Arme parallel nach oben. Nun beugen Sie sich aus der Hüfte weit nach vorne und ziehen den Bauch bewusst zum Oberschenkel, dabei nehmen Sie die Arme mit. Für die Endstellung gibt es mehrere Varianten: Verschränken Sie die Arme hinter den Beinen wie auf unserem Bild oder setzen Sie die Hände neben den Füßen auf dem Boden ab.

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Übung 3: Krieger

In der Kriegerstellung „Löwe“ machen Sie aus der Grundstellung (aufrechter Stand, Füße stehen hüftbreit) einen großen Ausfallschritt vorwärts, die Arme strecken Sie weit nach oben und hinten. Rumpf und hinteres Bein bilden einen Bogen, dabei halten Sie eine große Körperspannung. In der Rückbeugung ist die Wirbelsäule maximal gestreckt.

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Übung 4: Pflug

Flach auf den Rücken legen, dann die gestreckten Beine zur Senkrechten heben. Die Beine mit gestreckten Fußspitzen hinter dem Kopf zum Boden senken. Das Gewicht ruht auf den Schultern, nicht auf dem Nacken! Die Arme sind ausgestreckt und dehnen die Schultern maximal.

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Übung 5: Seitliches Beugen

Aus dem aufrechten Stand, die Füße weit auseinander und die Arme waagerecht nach außen gestreckt, beugen Sie sich aus der Hüfte heraus seitlich mit der Hand weit Richtung Boden. Die andere Hand zeigt senkrecht nach oben. Nach einiger Übung können Sie den Kopf in Richtung der oberen Hand drehen und entspannt nach oben blicken.

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Übung 7: Seitliches Brett

Ein perfektes Ganzkörper- und Gleichgewichtstraining: In der Seitlage stützen Sie sich auf den gestreckten Arm. Gesäß und Bauchmuskulatur sind angespannt, die Beine werden kraftvoll gestreckt – das gibt den Halt. Das obere Bein wird nun himmelwärts gehoben. Eine Variante: Greifen Sie nach dem Fuß und strecken Arm und Bein senkrecht nach oben.

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