Pure Muskelkraft für schlechte Verhältnisse

Bei strahlendem Sonnenschein und frisch gewalzter Piste fällt Skifahren leicht. Doch oft genug sehen die Verhältnisse ganz anders aus – und darauf sollte man vorbereitet sein

Text Hubert Fehr BILD Dieter Menne

Schlechte Verhältnisse fordern eine Extra-Portion Kraft und Kraftausdauer. Damit kann man die Widerstände von aufgeworfenen Schneehaufen und tiefem Frühjahrssulz überwinden oder ihnen geschmeidig nachgeben. Oder auch mit ausdauernder Haltekraft vereiste, harte Pisten noch mit sicherer Fahrtechnik herunterfahren. In Situationen wie in einem Steilhang oder für lange Carving-Turns mit viel Speed braucht man für die spursichere Schwungsteuerung viel Kraft und Kraftausdauer vor allem in den Beinen, aber auch eine entsprechend entwickelte Gesäß- und Rumpfmuskulatur.

Unsere Übungsaufgaben entwickeln die Kraftgrundlagen, um die Pistenunebenheiten auszugleichen und den großen Kantendruck und die Fliehkräfte in der Kurve auszuhalten. Von diesen Übungen profitierten nicht nur ambitionierte Skifahrer sondern auch jeder Genussskiläufer durch größere Sicherheit und viel größeres Fahrvergnügen.

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Übung 1: Sprünge seitwärts

Die Übung für die Schnellkraft im Oberschenkel und Gesäß, mit der Sie die Schwungwechsel bei tiefem Schnee und bei großem Fahrtempo hinbekommen: Springen Sie von einer Seite einer Bank, eines Steppers oder auch einfach einer Bodenmarkierung auf die andere Seite. Ein neuer Sprung folgt sofort aus der Landung des vorhergehenden. Steigern Sie die Sprunghöhe. Dabei aber immer weich – das heißt geräuschlos – landen. 5 bis 10 Sprünge, 2 bis 3 Serien mit Pausen von 2 Minuten.

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Übung 2: Vierfüßler

Im Vierfüßlerstand werden abwechselnd und überkreuz Arme und Beine langsam gestreckt. Der Rücken bleibt gerade, Arme und Beine dabei nicht überstrecken! 15 bis 20 Wiederholungen, dann den Stand wechseln.

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Übung 3: Abfahrtshocksprünge

Die Abfahrtshocke ist moderner denn je. Gehen Sie in die Hocke, die Füße stehen hüftbreit. Springen Sie aus der Hocke kräftig nach oben und ziehen im Sprung die Knie in Richtung der Schultern. Achten Sie auf eine gleichmäßige und stabile Landung. Regulative Unterlagen wie das

KyBounder oder das bewährte Airex-Kissen sind nicht nur anstrengender, sondern stabilisieren als Zusatznutzen auch die Sprunggelenke. 5 bis 10 Sprünge, 3 Serien.

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