Einer für alle?

Wir müssen an dieser Stelle mal mit einem Vorurteil aufräumen: Freeride- und Tourenschuhe sind nicht nur für Fans des Extremen am Berg! Ganz im Gegenteil: Moderne Modelle sind aufgrund ihrer technischen Features für eine breite Zielgruppe an Wintersportfans, die nicht nur das Freeriden, sondern Ski und Berge im Allgemeinen lieben, hochinteressant. Warum? Wir sagen es Ihnen!

neuer_name

© Tecnica/Blizzard

Text: Ralf Kühlkamp

Mit Freeride-Skischuhen hat es sich in den vergangenen Jahren ähnlich verhalten wie mit den Ski: Ihre Entwicklung ist ­rasant vorangegangen, und so verwundert es nicht, dass diese durch ihre ­Vielseitigkeit hervorstechende Stiefel-Spezies immer mehr Freunde findet, die ohne Einschränkungen im Schnee unterwegs sein wollen. Nicht nur auf der Piste, nicht nur im Gelände. Wintersportfans, die Ski und Berge in ihrer ganzen Vielfalt erleben möchten.

Die meisten Freeride-Schuhneuheiten, die wir Ihnen auf den folgenden Seiten vorstellen, verfügen über die „Tech Fittings“ für Pin-Skibindungen, die den Tourenmarkt revolutioniert haben. Dadurch sind sie nicht mehr, wie viele denken, nur auf rasante Abfahrten im Tiefschnee aus-gelegt, sondern auch sehr gut für längere Aufstiege mit Fellen geeignet. Da sich durch den Einsatz neuer Materialien im Skischuhbau das Gewicht dieser Modell-Kategorie stark verringert hat, bieten sie sich inzwischen als echte Alternative zu den reinen Tourenschuhen an. Nur wer den Skilift meidet wie der Teufel das Weihwasser, ist mit den aufstiegsorientierten Tourenstiefeln besser beraten.

Freeride-Enthusiasten, die nach dem höchsten Skilift noch den Adrenalinkick auf schnellen, steilen und kaum verspurten Abfahrten suchen und dafür auch kurze Aufstiege mit geschulterten Ski in Kauf nehmen, freuen sich über die rutschfesten Gummisohlen und das angenehme Abrollverhalten dieser Boots.

Echte Alternativen zu Pistenschuhen

Der Unterschied zwischen Race-Schuhen und Freeride-Stiefeln ist sehr gering, da auch der moderne Gelände-Junkie ein Sportgerät sucht, auf das er sich in jedem Geschwindigkeitsbereich und auch bei waghalsigen Cliff-Drops verlassen kann. Doch damit nicht genug: Für die Genera­tion „50+“ sind die neuen Freeride-Boots eine echte Alternative zu den bisher genutz­ten Pistenschuhen! Warum? Weil der für den Aufstieg konzipierte Geh-Steh-Mechanismus (neudeutsch auch Walk-Modus genannt) im Alltags­gebrauch die Muskulatur auf dem Weg vom Auto oder dem Hotel zu den Bergbahnen entlastet. Viele Skifahrer schätzen zudem die höhere ­Bewegungsfreiheit der geländeorien­tierten Skischuhmodelle auch bei den Pausen auf der Hütte und beim Après-Ski, da so auch die Belastung des Knieapparats durch eine komforta­blere Standposition minimiert wird.

Bei gleicher Flex-Härte (nicht genormt) überzeugen die Freerider mit einer hohen Bewegungsfreiheit im Bereich des Sprunggelenks. Hierdurch erleben auch ältere Skifahrer ein lange nicht mehr gekanntes Fahrgefühl, und da auch das Gewicht geringer ist, sind Skitage vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang plötzlich wieder möglich!

Den kompletten Artikel inklusive aller Daten, Statistiken und Bewertungen erhalten Sie in Heft 1/2018 von SkiMagazin. Hier können Sie das Heft nachbestellen.

neuer_name

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Den gesamten Artikel finden Sie in dieser Ausgabe: SkiMAGAZIN Nr. 01 / 2018

Aktuelle Beilagen und Specials

  • catalog flat
  • catalog flat

Events

21.11 – 28.11.2020
SkiMAGAZIN Skitestwoche in Sulden