Kuschelwarm und Federleicht - 12 Skijacken unterschiedlichster Machart

Wetterschutz, Nachhaltigkeit, Individualität, Funktionalität, Style: Das sind nur einige Kernfragen bei der Suche nach der perfekten Skijacke. Wir gehen dem Nach und testen ganz nebenbei, ob die gute alte Daune noch up to date ist.

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Text: Timo Dillenberger

Als die Textilindustrie noch nicht so gut aufgestellt war wie heute und man bei der Beschaffung von Federn als Dämmstoff noch den ein oder anderen „tierischen Kollateralschaden“ stillschweigend hinnahm, gab es zwei Klassen von Winterjacken: die teuren mit der guten alten Daune und die mit Schaumgummi-ähnlichen Flocken gefüllten Billigprodukte. Einige Dinge haben sich seitdem verschoben. Mit Vorreiter Primaloft ist die Industrie bei der Entwicklung synthetischer Isolationen dem Federvieh dicht auf den Bürzel gerückt. Unter trockenen Bedingungen braucht man nur unwesentlich mehr Material, um die gleiche Menge an Luft einzuschließen. Luft leitet Wärme recht schlecht und dient in allen Textilien als die eigentliche Dämmschicht. Unter manchen Umständen hat die synthetische Variante sogar die Daune überholt, wie unser Experte von Schöffel, die übrigens beide Materialien verbauen, auf der nächsten Seite verrät. Bei den „Beschaffungskosten“ – Herstellung wäre bei der Daune wohl unangebracht – ist das Naturprodukt etwas teurer, zumindest wenn man sichergehen möchte, dass die Tiere weder unwürdig gehalten noch gerupft werden. Wer sich da moralisch auf der sicheren Seite sehen will, sucht bei Daunenjacken vor allem nach dem RDS-Siegel, das steht für „responsible down standard“ und ist das anerkannteste Gütezeichen gegen Lebendrupf, Stopfmast und vor allem Tierhaltung, die nur auf Federn abzielt und den Rest des Tieres unverwertet lässt. Auch der „global traceable down standard“, kurz TDS, ist eine klare Aussage gegen unwürdige Daunengewinnung. Die anderen Siegel sind grundsätzlich stets besser als keine, die Auflagen sind aber weit schwächer als bei RDS und TDS. Kleiner Denkanstoß an alle Daunenkritiker: Federn sind ein nachwachsender Rohstoff, so hart das klingt.

Den kompletten Artikel inklusive aller Daten, Bewertungen und Statistiken erhalten Sie in Heft 1/2018 von SkiMagazin. Hier können Sie das Heft nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: SkiMAGAZIN Nr. 01 / 2018

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