Wem passt was?

Der 22. SkiMAGAZIN Supertest war einmal mehr ein echtes „Gipfeltreffen“ – und das nicht nur wegen der imposanten Kulisse, die uns die majästetischen Berge Königsspitze, Zebru und Ortler boten: Noch nie nahmen so viele Skimarken an unserer Veranstaltung teil, und noch nie war die Qualität der getesteten Modelle so hoch

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© binabina / istockphoto.com

Bereits zum dritten Mal in Folge fand in Sulden am Ortler die Veranstaltung statt, die zu einem der größten und wichtigsten Testtermine der Ski-Industrie zählt – denn die hier erzielten Ergebnisse werden nicht nur im SkiMAGAZIN, sondern auch europaweit in zahlreichen Partner-Magazinen veröffentlicht und sind Grundlage für die Kaufentscheidung unzähliger Skifans.

Und dieser Herausforderung stellten sich in diesem Jahr so viele Firmen wie nie: Neben den arrivierten Herstellern hatten auch zahlreiche Nischenanbieter und Neulinge den Weg nach Sulden gefunden. Das Resultat: 21 verschiedene Hersteller gingen mit 165 verschiedenen Modellen in 12 Kategorien an den Start. Mit 90 Testern, zahlreichen Firmenvertretern, Journalisten, Fotofahrern sowie der Testleitung waren etwa 150 Personen vom 6. bis 12. April am Berg.

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Parallel zum Skitest findet auch unser großes Foto-Shooting statt, für das die Skifirmen ihre Profi-Fahrer zur Verfügung stellen.

Freude am Fahren

Doch das sind nur die reinen Fakten.

Weniger messbar, dafür umso offensichtlicher, waren die Emotionen und die gute Laune, die allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben stand. Einige Teilnehmer kommen bereits seit vielen Jahren gerne wieder, und die große Gruppe der „Neu-Tester“ (in diesem Jahr etwa 50 Prozent) konnte sich dank des entspannten Umgangs ebenfalls schnell heimisch fühlen. Spätestens bei den Abendveranstaltungen – von der Firmenvorstellung bis zum Après Ski – kam man sich schnell näher.

Zum perfekten Gelingen trugen auch die äußeren Umstände und jede Menge Helfer im Hintergrund bei: Dank der Höhenlage des Testcenters (2.820 bis 3.120 m) herrschten trotz des späten Termins noch ausgesprochen gute Schneeverhältnisse. Zudem hatten der örtliche Tourismusverband und die Bergbahnen in Zusammen-arbeit mit dem Verlag alles getan, um beste Voraussetzungen und einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Testcenter, Räumlichkeiten für den Ski-Service und natürlich ein stets super präparierter, eigens abgesperrter Testhang (Länge: 1.800 Meter, Höhenunterschied: 300 Meter) standen bereit. Und auch die Ski-Industrie hatte bereits alles perfekt vorbereitet, als es für die Teilnehmer – frisch ausgestattet mit Helmen und Brillen von Alpina, Handschuhen von Ziener und Stöcken von Leki – am Sonntag früh zum ersten Mal auf den Berg ging.

Neue Unterteilung

Dort erwartete sie in diesem Jahr eine Neuerung. In der Vergangenheit haben die Teilnehmer die Ski aller Kategorien, aber nicht zwangsläufig alle Ski innerhalb einer Kategorie getestet (Ausnahme: Lady-Modelle wurden nur von weiblichen Testern gefahren). In diesem Jahr erfolgte eine Einteilung in drei Gruppen.

Deren Mitglieder hatten dann die Aufgabe, sich jeweils voll auf zwei bzw. drei Modell-Kategorien zu fokussieren.

Um für die Gruppen die jeweils am besten geeigneten Fahrer heraus-zufiltern, schickte unser langjähriger Partner, der Deutsche Skilehrerverband, eigens Unterstützung: Mit Jane Bauer und Tobias Streich beurteilten zwei staatlich geprüfte Skilehrer nach einer Probefahrt, welcher Teilnehmer in welcher Gruppe am besten aufgehoben war.

Bei der Definition der Kategorien selber gab es im Vergleich zum Vorjahr nur geringe Abweichungen, die im Vorfeld einvernehmlich mit der Ski-Industrie festgelegt wurden.

Auf dem „Fahrplan“ standen schließlich folgende Ski-Kategorien:

• Rote Gruppe: Slalom, Riesenslalom, Allmountain Free (Allmountain-Ski mit Schwerpunkt Gelände)

• Blaue Gruppe: Allround (Modelle für Einsteiger und Genussfahrer), Allmountain Performance (Allmountain-Ski mit Schwerpunkt Piste), Sport Performance (sportliche Carver)

• Grüne Gruppe: Tour Allround, Tour Freeride (abfahrtsorientiert) und – diesmal neu dabei – Freeride.

• Zusätzlich gab es eine Damen-Gruppe, die die jeweiligen Lady-Modelle der Kategorien Allround, Allmountain Performance und Sport Performance unter die Lupe nahmen.

Auf den Charakter kommt es an

Nach wie vor ist es unser Ansatz, dass die Performance-Unterschiede zwischen den einzelnen Ski mittlerweile nur noch sehr gering ausfallen und deshalb bei unserem Test der individuelle Ski-Charakter im Mittelpunkt steht. Dennoch versuchen wir natürlich, diesen anhand von statistisch erhobenen Daten herauszufiltern. Die Aufgabe der Tester ist es daher nicht, einfach den Hang herunterzubrettern und hinterher einen Kommentar ab-zugeben. Vielmehr müssen sie sich zunächst in den potentiellen Käufer einer Ski-Kategorie hineindenken (z.B. in der Kategorie „Allround“ auch in einen Anfänger) und aus dieser Sicht heraus die Bretter nach bestimmten Variablen beurteilen. Hierzu gehören beispielsweise das Carve- und Driftverhalten, diverse Schwungformen (kurz, mittel, lang), die Eignung in verschiedenen Geländeformen, das Tempoverhalten und die Eignung für bestimmte Fahrertypen.

Für diese Faktoren vergaben die Tester Punkte, deren Werte Sie in der Darstellung der Testergebnisse ablesen können. Somit können Sie sich ein detailliertes Bild über die Eigenschaften des jeweiligen Modells machen.

Nur die Besten der Besten

Wir wollen Ihnen vor allem die Ski präsentieren, die von uns „getestet und für gut befunden“ sind – eben die absoluten Highlights, die es am Markt gibt. Um das sicherzustellen, haben wir uns ein besonderes Verfahren ausgedacht: Die getesteten Modelle, deren Gesamt-Bewertung zu mehr als 15 Prozent unterhalb des Kategorie-Durchschnitts liegt, fallen aus unserem Raster. Wir verzichten dann auf eine Darstellung. Dass wir die kommenden Seiten trotzdem so zahlreich bestücken können, zeigt Ihnen auch, wie dicht die Qualität im Skibau mittlerweile ist – schlechte Ski, oder solche, die gegenüber der Konkurrenz stark abfallen, gibt es heutzutage kaum noch. Umso wichtiger ist es, sich bei der Materialwahl an der individuellen Charakteristik zu orientieren und nicht nur auf reine Punktzahlen zu achten.

Dennoch: Ein Test ist ein Test – und da soll es natürlich auch „Sieger“ und besondere Highlights geben. Darum unterteilen wir in drei Gruppen:

• Als VIP („Very Important Product“) zeichnen wir traditionell die drei (bei Punktgleichheit auch vier) Fabrikate aus, die unseren Testern besonders gefallen haben und mit entsprechend vielen Punkten bedacht wurden.

• Ein TOP-Siegel erhalten die sieben folgenden Modelle, so dass VIP und TOP-Ski die ultmative Top-10 der jeweiligen Kategorie ergeben.

• Die übrigen dargestellten Ski weichen wie beschrieben in der Testergunst kaum von den übrigen Modellen ab – darum erhalten Sie von uns auch eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Welchen Ski Sie wählen sollten, finden Sie am besten heraus, indem Sie die Textbeschreibungen und die quantitativen Bewertung der Fahreigenschaften auf ihre individuellen Vorlieben abstimmen. Denn Skifahren ist eine sehr individuelle und emotionale Sache. Was dem einen taugt, gefällt dem anderen nicht und umgekehrt. Der eine legt beispielsweise starken Wert auf Tempostabilität, der andere auf Drehfreudigkeit.

Keins von beiden ist „besser“ oder „mehr wert“. Von daher empfehlen wir Ihnen, nicht nur auf die Punkte und Siegel zu schauen, wenn Sie auf der Suche nach neuen Brettern sind, sondern sich anhand der Informationen die Ski herauszupicken, die Ihren persönlichen Vorlieben am meisten entsprechen – dann werden Sie in der kommenden Saison sicher Spaß mit Ihrem neuen Equipment haben. <<<

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Viele Tester nutzen die Gelegenheit zum Fachsimpeln mit den Vertretern der Ski-Industrie.

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