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Lesedauer 4 Min.

Die schönsten Herbsttouren

Wo sich der Farbenrausch des Herbstes und Tierbeobachtungen zu einem einmaligen Naturerlebnis verbinden.
Schwäbische Alb
© shutterstock

Sie ziehen wieder!

Die 17. Zugvogeltage finden vom 11. bis 19.10.2025 statt! An neun Tagen gibt es dann in der gesamten niedersächsischen Wattenmeer-Region – vom Dollart bis zur Elbe, von Borkum bis nach Wangerooge – über 350 Veranstaltungen, Exkursionen und Wanderungen zum Thema Vogelzug. Den Abschluss bildet das Zugvogelfest am 19. Oktober im Gästehaus in Horumersiel.

zugvogeltage.de

 

Beobachtungstipp: 

Top-Beobachtungspunkte, auch in Verbindung mit Führungen, sind etwa: der berühmte gelb-rote Pilsumer Leuchtturm, der „Vogelturm“ am Vareler Hafen (kostenloses Equipment), Führungen zum Kalfamer im Juister Osten, Speicherbecken Neßmersiel (ideal für Watt- und Wasservogelbeobachtung) sowie die traditionelle Kugelbake Cuxhaven.

Blick auf eine Brücke aus dem 20. Jahrhundert

Blick auf die Burg Hohenzollern. 

© Albstadt Tourismus

Indian Summer auf Schwäbisch

Im Herbst verwandelt sich der „Traufgang Zollernburg-Panorama“ (15,6 km, ca. 6 Stunden) in Albstadt auf der Schwäbischen Alb in ein buntes Farbenmeer. Die Buchen­wälder färben sich gelb, orange, rot und die Ausblicke von der Albtraufkante im goldenen Licht sind besonders schön. Der Postkartenausblick auf die Burg Hohenzollern ist atemberaubend. Sie wird zur märchenhaften Kulisse für Greifvögel und Kolkraben. Der schwäbische Indian Summer wird mit dem Fernglas zum Naturkino. Start und Ziel der Wanderung ist der Parkplatz Skilift/Zollernburg-Panorama in Albstadt-Onstmettingen. Gerade jetzt herrscht ideales Licht für Tierbeobachtungen im goldenen Oktober.

traufgaenge.de, albstadt-tourismus.de

 

Beobachtungstipp: 

Auf der Alb vom Albtrauf aus gleiten Rotmilane majestätisch über Wiesen und Wacholderweiden, während in den herbstbunten Buchenwäldern Spechte ihr Trommelkonzert geben.

Ostsee

Stattlicher Hirsch an der Ostseeküste. Hier kann im Herbst ein eindrucksvolles Naturschauspiel beobachtet werden. 

© TMV/Narkus

Einmaliges Naturschauspiel

Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst besteht größtenteils aus dem urwüchsigen Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“, einer einzigartigen Naturlandschaft, in der Wind und Wellen die Küste immer neu erschaffen, Hirsche am Strand spazieren und tausende Kraniche rasten. Die Region besticht im Herbst sowohl mit dem Kranichzug als auch mit der Hirschbrunft direkt vor der Ostsee.

fischland-darss-zingst.de

 

Beobachtungstipp: 

Der Rundwanderweg „Darßer Ort“ (ca. 4 km) führt über Strand und Bohlenstege durch ein Mosaik aus Ostsee, Dünen, Strandseen, Wald und Röhrichten. Zu beobachten sind ­Seeadler, Watvögel, Wildschweine und Rothirsche. Rad-Tipp: Der Radweg „Pramort“ auf dem Zingst (40 km). 

Spielberghorn

Gipfeltour zum Spielberghorn.

© Julian Gruber

Gipfeltour zum Spielberghorn

Die Wanderung auf das Spielberghorn ist ein echter Geheimtipp: rund 7 Kilo­meter, 1.140 Höhenmeter und 3,5 Stunden Gehzeit machen sie zu einer abwechslungsreichen und fordernden Tour. Vom Tödlinggut in Leogang/Grießen geht es durch Wald und über Almwiesen, vorbei an Sonnkogel und Kuhfeldhörndl. Am Gipfel wartet ein atemberaubendes Panorama über die umliegende Bergwelt.

saalfelden-leogang.com

 

Beobachtungstipp: 

Wer ein Fernglas im Gepäck hat, sieht bei der Tour aufs  Spielberghorn mit großer Wahrscheinlichkeit Gämsen und Murmeltiere. Mit Glück entdeckt man den König der Alpen, den Steinadler. 

 

Kargow

Kraniche lassen sich hier hervorragen im Herbst beobachten.

© shutterstock

Alles im Aufbruch

Das Schutzgebiet Müritz-Nationalpark beheimatet mit seinen ­ausgedehnten Buchenwäldern, moorigen Seen und Feuchtgebieten seltene Tierarten wie Seeadler, Kraniche und Rothirsche. Ein beliebter Rundweg ist die ca. 6 Kilometer lange Wanderung „Rotes Eichhörnchen“ zum ­Kranich-Hotspot Rederangsee (Start wahlweise Federow oder Schwarzenhof). Ein besonderes Naturschauspiel bietet sich am frühen Morgen, wenn die Vögel zu ihren Futterplätzen in der Umgebung aufbrechen und bei Sonnenuntergang, wenn sie zurückkommen. Ebenso lohnenswert ist die Etappe 1 des „Müritz-Nationapark-Weges“. Der Weg (18 km) verläuft am Ufer der Müritz bis zu der

Beobachtungsplattform Schnakenburg. 

mueritz-nationalpark.de

 

Beobachtungstipp: 

Ende Oktober verlassen tausende Kraniche wie auf Kommando innerhalb weniger Tage ihre Rastplätze im Nationalpark Richtung Frankreich, Spanien, Portugal und Nordafrika. Tipp: Beobachtungsplattform am Nordufer des Rederangsees (Öffnungszeiten beachten).

 

Die ganze Geschichte mit allen Tipps für Herbstwanderungen, mehr inspirierenden Reportagen, Produkttests und Wissenswertem aus unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt gibt es in Ausgabe 6/2025 und natürlich im Wanderlust-Abo! 6 x im Jahr. 

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