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Lesedauer 4 Min.

Wandertipp der Woche

Empor zum Meeresboden? So paradox das auch klingen mag, auf der Zeugenbergrunde rund um die Stadt Neumarkt in der Oberpfalz kann man Jahrmillionen währende erdgeschichtliche Prozesse hautnah erleben.
Neumarkt Oberpfalz
© Dietmar Denger
🏅 Wanderlust-Tipp der Woche: Die Zeugenbergrunde!
🥾 Empor zum Meeresboden? So paradox das auch klingen mag, auf der Zeugenbergrunde rund um die Stadt Neumarkt i.d.OPf. kann man Jahrmillionen währende erdgeschichtliche Prozesse hautnah erleben.
🥾 Neu sind nämlich nicht die weithin sichtbaren Zeugenberge, sondern die weiten Täler und Becken darunter, die durch stetige Abtragung entstanden sind. Der mit dem europäischen Qualitätssiegel „Leading Quality Trail – Best Of Europe“ ausgezeichnete Rundwanderweg führt in 3 Tagesetappen über alle der aussichtsreichen Berge. Alte keltische Stätten und sagenumwobene Geheimnisse liegen tief im Dunkel der dichten Wälder und warten darauf, entdeckt zu werden!
🥾 Neumarkt in der Oberpfalz bietet ein vielfältiges Wandererlebnis für Natur- und Kulturliebhaber. Ob gemütliche Spaziergänge durch idyllische Landschaften, herausfordernde Touren oder thematische Wanderwege wie die Neumarkter Bier-Vielfalt – hier ist für jeden etwas dabei. Hier kann man sich von der Schönheit der Natur und den historischen Sehenswürdigkeiten entlang der Wanderwege inspirieren lassen und unvergessliche Momente in der freien Natur genießen.


Drei Tage über die Zeugenberge. Die Etappen im Überblick

Die Zeugenbergrunde rund um Neumarkt i.d.OPf. ist eine Wanderung durch Landschaft und Erdgeschichte. Auf 51 Kilometern führt der als „Leading Quality Trail – Best of Europe“ ausgezeichnete Rundweg über markante Erhebungen, durch Wälder, Täler und alte Kulturlandschaften. Die drei Etappen lassen sich gut als kleines Wanderabenteuer planen – mit Start und Ziel am Kloster St. Josef.

 

Etappe 1: Kloster St. Josef – Berngau

Gleich zu Beginn geht es hinauf: Vom Kloster St. Josef führt der Weg über den Neumarkter Kreuzweg mit 367 Stufen zur Wallfahrtskirche Mariahilf. Oben wartet ein weiter Blick über Neumarkt, bevor sich die Route über schöne Hangpfade, Wiesen und Waldstücke in Richtung Hasenheide zieht. Dort prägen lichte Kiefern, sandige Böden und seltene Vogel- und Flechtenarten das Bild. Am Ludwig-Donau-Main-Kanal trifft Natur auf Technikgeschichte, ehe der Weg zum Buchberg ansteigt. Hier wird die Tour besonders eindrucksvoll: Felstürme wie Predigtstuhl und Teufelskeller, Buchenwald, Keltenwall und Zangentor erzählen von einer 2500 Jahre alten Wehranlage. Über Stauf und den Staufer Berg geht es schließlich nach Berngau. Die erste Etappe ist mit 23,7 Kilometern die längste und anspruchsvollste.

 

Etappe 2: Berngau – Loderbach oder Pilsach

Die zweite Etappe führt stiller, waldreicher und geologisch nicht weniger spannend weiter. Von Berngau geht es über die Hohe Ahnt, durch Fichten- und Kiefernwälder und hinauf nach Tyrolsberg. Auf dem Kamm berührt die Route die Wasserscheide zwischen Rhein und Donau; roter Sand am Gipfel verweist auf Eisen- und Metalleinschlüsse. Danach folgen Blicke Richtung Neumarkt, Waldpassagen am Großberg, Wiesen bei Postbauer-Heng und der Anstieg in Richtung Dillberg, dem höchsten der Zeugenberge. Über die Hohe Straße erreicht man die Heinzburg auf dem Schlossberg, von der noch Gräben und Wälle zeugen. Zum Schluss leitet der Weg hinab zum Alten Kanal und nach Loderbach. Alternativ lässt sich die Etappe bis Pilsach verlängern.

 

Etappe 3: Loderbach oder Pilsach – Kloster St. Josef

Die Schlussetappe bringt die vielleicht bekanntesten Bilder der Runde. Durch Buchen-Mischwald steigt der Weg zur Burgruine Wolfstein auf, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen Neumarkts. Die Anlage lohnt eine längere Pause; bei klarer Sicht bietet der Pallas eine beeindruckende Rundumsicht. Kurz danach folgt mit dem Krähentisch eine bizarre Felsformation aus Kalk-Dolomit und Schichtkalk. Über Wacholder- und Schlehenheiden, schöne Aussichtspunkte und den gewundenen Karlssteig führt die Route zurück unterhalb der Mariahilfkirche und schließlich hinab zum Kloster St. Josef. So schließt sich der Kreis – mit viel Panorama, Geschichte und Jura-Landschaft im Gepäck.

 

Weitere Infos gibt es hier. 

 

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Burgruine Wolfstein © Thomas Bichler

Auf der Zeugenbergrunde

© Dietmar Denger

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