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Der mit dem Drachen tanzt

Der durch das Team Snowstorm betreute Snowkite-Racer Felix Kersten erreicht bei extremen Windverhältnissen in Norwegen die Spitzengeschwindigkeit von 150 km/h. Das hat noch kein Snowkiter oder Kitesurfer je erreicht!

Beim Snowkiten lässt sich ein Skifahrer (oder Snowboarder) von einem Lenkdrachen über den Schnee ziehen, ähnlich wie beim bekannteren Kitesurfen auf dem Wasser. Snowkiter sind Individualisten, die die Berge und den Winter lieben und nach neuen Herausforderungen im Schnee suchen. Die Zahl der Snowkiter nimmt stetig zu, zumal man bei der momentan wohl exotischsten Form des Skifahrens nicht von Liftanlagen abhängig ist.

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Der Weltrekordler in Action – Felix Kersten aus Meerbusch.
© Raik Raichter

Mittlerweile gibt es insbesondere in der Schweiz, Italien und Frankreich einige Gebiete, die für das Kiten sehr geeignet sind und von den Kitern geliebt werden. Anfänger findet man auf zugefrorenen Seen, da in der Ebene das Snowkiten einfacher zu erlernen ist als im freien und hügeligen Gelände. Frauen sind beim Snowkiten noch in der Minderheit, aber es werden mehr.

Der 27-jährige Felix Kersten kommt aus Meerbusch bei Düsseldorf, verbringt aber schon seit seiner Kindheit viel Zeit im Schnee. Skifahren wurde ihm als Jugendlicher bald zu langweilig und auf der Suche nach neuen Herausforderungen kam er per Zufall zum Snowkiten, kaufte sich einen Kite und war vom ersten Tag an begeistert. Seit einigen Jahren nimmt Felix, der in diesem Jahr auch als Tester beim SkiMAGAZIN-Superskitest in Sulden dabei gewesen ist, erfolgreich an internationalen Wettkämpfen teil, ist Europameister und Weltmeister – und seine bislang erfolgreichste Saison endete Anfang April mit dem Sieg beim weltgrößten Snowkiterennen, dem sogenannten „Red Bull Ragnarok“ auf dem Hardangervidda in Norwegen mit 350 Teilnehmern aus 29 Nationen. Und dennoch war es noch nicht alles …

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Red Bull Ragnarok mit über 350 Teilnehmern!
© Raik Raichter

Denn Felix Kersten liebt hohe Geschwindigkeiten und hatte schon vorletztes Jahr nach dem Ragnarok-Event bei stürmischem Wind eine Geschwindigkeit von stolzen 121 km/h erreicht. Aber er wollte noch schneller werden – und träumte vom Weltrekord aufstellen. Am 3. April 2017 waren die Windverhältnisse endlich geeignet für einen neuen Speedrekordversuch. Per GPS und Kitetracker ermittelt, erreichte Felix sagenhafte 150 km/h in der Spitze und 142 km/h über eine Dauer von fünf Sekunden! Unglaublich. Hut ab, Respekt und Gratulation! Deutschland hat den nächsten Weltrekordler.

Den Videoclip dazu gibt hier: youtube.com

Wir sind gespannt, was Felix sich noch einfallen lässt.

Weitere Infos gibt's auf: www.felix-kersten.de

Ein Artikel im SkiMAGAZIN wird in diesem Winter natürlich auch folgen!

Text: Matthias Scherge vom Team Snowstorm (www.team-snowstorm.de)

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