Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Carving in steilerem Gelände

Challenge Ramona: „Wenn die Piste steiler wird, komme ich regelmäßig an meine Grenzen: Die Ski fahren nicht mehr sauber auf der Kante, und ich werde zu schnell. Ich bremse dann immer ab, um wieder in meinen Fluss zu kommen. Ich wünsche mir, Schwung an Schwung kontrolliert carven zu können, auch wenn es steiler wird.“
© Mirja Geh
© Mirja Geh

Masterclass Expertin Anne Kissling:

Für einen perfekten Carvingschwung musst du früh hohen Druck auf dem Außenski aufbauen, indem du deinen Körperschwerpunkt nach vorne in die neue Kurvenrichtung verlagerst. Wenn du gleichzeitig den Aufkantwinkel durch eine kleine Bewegung im Sprunggelenk erhöhst, kann sich der Außenski regelrecht in den Schnee beißen.

Beim Carven trennt sich die Spreu vom Weizen in dem Moment, wo das Fußgelenk fein regulierend mitarbeitet. Stell dir vor, du drückst den großen Zeh im Skischuh nach unten und ziehst gleichzeitig den kleinen Zeh nach oben: That’s the magic!

Achte bei aller Konzentration auf den Außenski auch auf das entsprechende Aufkanten des Innenskis. So fahren beide Ski die gleiche Kurve, und du bekommst das Gefühl, wirklich wie auf Schienen durch den Schnee zu schneiden. Das ist das, was du erreichen willst. Wenn du das Maximum aus der Kurve herausholen möchtest, kantest du auch hier nicht nur aus den Knien auf, sondern beginnst gleichzeitig mit den Fußgelenken wie beim Außenski. Das Becken bleibt dabei stabil und unterstützt das Um- und Aufkanten im Kurvenwechsel.

Vorher

Vorher

Links: Ramona bekommt keine Belastung auf ihren Außenski, weil ihr Körperschwerpunkt zu weit innen liegt. Die Taillierung des Carving-Skis kommt damit nicht zur Geltung und kann nicht sauber durch den Schnee schneiden.

Rechts: Innen- und Außenski sind nicht gleich aufgekantet, und der Carving-Schieneneffekt stellt sich nicht ein. Stattdessen muss Ramona ständig nachregulieren und bringt sich dadurch aus ihrem Bewegungsfluss.

© Mirja Geh

Nachher

Nacher

Links: Der Oberkörper von Ramona ist zum Außenski ausgerichtet, und in dieser sehr sportlichen Haltung hat sie volle Kontrolle über ihre Ski. Sie kann damit selbst ihren Kurvenradius vorgeben – und wird nicht mehr von ihren Ski spazieren gefahren.

Rechts: Die verbesserte Kantbewegung aus dem Sprunggelenk sorgt für größere Kontrolle und eine saubere Skiführung. Ramona kommt nicht mehr aus dem Tritt, sondern kann Schwung an Schwung setzen.

© Mirja Geh
Inhalt  

"Der optimale Ski, um gleichmäßige, rhythmische Kurven im steilen Gelände fahren zu können, sind Ski aus der Kategorie Lady Sport Performance. Sie sind sportlich, aber fehlerverzeihender und gutmütiger als SL- und RS-Racer. Die Testergebnisse der Kategorie LSP findest du in der Ausgabe Dezember, #3 2023."

Thorsten_Portrait_2.jpg
Skitestleiter Thorsten Böhl

Neueste Beiträge

Lust auf einen exklusiven Skitest? - SKIMAGAZIN-VIP-Leserreise 2026
Erlebe den SKIMAGAZIN-Supertest 2026/27 aus einer Perspektive, die wenigen vorbehalten ist. In exklusivem All-inclusive-Rahmen testest Du als Erster die Top-Neuheiten 2026/27 – garniert mit Insider-Talks und alpinem Genuss. Sei bei der Premiere der exklusiven VIP-Leserreise vom 23. bis 26. April dabei.
2 Minuten

Das könnte Dir auch gefallen

Der sportliche Carvingschwung - Teil 1 - Masterclass #02
Challenge Hias: „Ich würde mich selbst als guten Skifahrer bezeichnen. Wenn das Gelände etwas steiler wird, habe ich das Gefühl, dass der Außenski den Druck verliert und ‚wegläuft‘. Die folgenden Kurven werden dann unkontrollierter. Was muss ich tun muss, um die Kurven durchgehend wie auf Schienen fahren zu können.“
1 Minute
Der sportliche Carvingschwung - Teil 2 - Masterclass #09
Challenge Gerhard: „Wenn das Gelände steiler wird, fällt es mir schwer, erstens die Geschwindigkeit zu halten und zweitens in der hohen Carving-Qualität weiterzufahren. Wird die Piste härter und glatter, spüre ich immer wieder mal eine Unsicherheit durch seitliches Abrutschen.“
2 Minuten
Kurzschwünge auf steilen Pisten - Teil 1 - Masterclass #03
Challenge Gerhard: „ Mein größtes Problem ist, dass ich bei langen, recht steilen Hangpassagen mein Tempo im kürzeren Schwung- bzw. Kurven-Radius nicht konstant halten und kontrollieren kann. Ich wüsste zu gern, was ich beachten muss, dass es besser klappt.“
1 Minute
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige