St. Anton: Auf Almnudeln beim Fernseh-Star

Das SkiMAGAZIN stellt Ski-Restaurants, Hütten, Hotels und ihre kulinarischen Spezialitäten vor – heute: den Mooserwirt in St. Anton am Arlberg mit seinen formidablen Almnudeln

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© Patrick Säly/Mooserwirt

Text: Jupp Suttner

Der selbstironische Slogan auf der hauseigenen Website lautet: „Wahrscheinlich die schlechteste Hütte am Arlberg!“. Aber trotzdem: Falls Sie in St. Anton beim Skifahren einen Australier oder eine Amerikanerin kennenlernen möchten, müssen Sie unbedingt zur Mittagszeit auf der Talabfahrt beim Mooserwirt einkehren. Denn der offeriert derart köstliche Spare Ribs, dass Amis und Aussies geradezu magisch angezogen werden. Auf Nachfrage behaupten sie sogar, derart prima Ribs (19,50 Euro) hätten sie in den gesamten Alpen noch nicht vorgefunden. Wem die Rippchen etwas zu mächtig sind und wer sich vielleicht sagt, Ribs gäbe es doch überall, dem sei empfohlen, die Original Mooserwirt Almnudeln mit Bratapfelmus (15,30 Euro) zu probieren: eine kulinarische Überraschung!

Après-Ski-In-Treff

Später am Nachmittag ist die Hütte mit 39 Kilometern Getränkeleitungen in Haus und Keller ein absolutes Muss für all jene, die nicht nur auf Skifahren, sondern auch auf Feiern großen Wert legen. Denn die Mooserwirt-Hütte besitzt den größten Bierausstoß Österreichs (pro Quadratmeter Ausschankfläche). Mehrere Dutzend Fässer Bier pro Tag rinnen durch die Kehlen der Gäste! Entsprechend ausgelassen ist die Stimmung des Après-Ski-In-Treffs Nr. 1 am Arlberg. Wenn RTL II und andere Sender Winter-Hit-Sendungen aufnehmen, sind sie sehr oft in der Mooserwirt-Hütte.

Wenn australische oder amerikanische Skifans ihr Urlaubsquartier buchen, fragen sie nicht selten nach, wie weit das Hotel denn von der ­Talabfahrt (auf welcher der Mooserwirt sich befindet) entfernt sei.

Beruhigend zu wissen: Auf dem Reststück, das nach dem Après-Vergnügen noch auf Ski zu bewältigen ist, ist Ein­heimischen zufolge „noch nie etwas passiert! Und wenn die Leute sich gar nicht mehr auf die Ski stellen können – können sie das Stück auch ohne Brett’l runterkugeln ...“

Infos: Tel. 0043-5446-3588, www.mooserwirt.at

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© Patrick Säly/Mooserwirt

FALLS SIE SICH ZU HAUSE SELBST EINMAL AN MOOSERS ALMNUDELN MIT BRATAPFELMUS VERSUCHEN MÖCHTEN - SO GEHT’S:

Die Almnudeln:

500 g Makkaroni

100 g Zwiebeln

150 g Bauchspeck

150 g gekochte Kartoffeln

200 g Obers (Sahne)

150 g geriebener würziger Käse

50 g Schnittlauch

Salz, Pfeffer

Die Makkaroni in Salzwasser al dente kochen. Die geschälten Zwiebeln und den Speck in feine Würfel schneiden.

Die gekochten Kartoffel schälen und in gleich große Scheiben schneiden. Den Bauchspeck in einer Pfanne anrösten, die Zwiebelwürfel dazugeben, leicht mitrösten und mit Obers aufgießen. Aufkochen lassen, dann die Makkaroni und Kartoffeln hinzufügen und mit dem geriebenen Käse binden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Schnittlauch verfeinern.

Das Bratapfelmus:

200 ml Wasser

120 g Zucker

2 Gewürznelken

1 Zimtstange

600 g Äpfel (Boskop)

Saft einer Zitrone

Wasser, Zucker, Gewürznelken und Zimtstange ca. 10 Minuten kochen. Die ganzen Äpfel auf ein Backblech geben, mit dem Sud übergießen und im vorgeheizten Backofen ca. 1 Stunde weichschmoren. Dann durch ein Sieb streichen und mit Zitronensaft abschmecken.

Wurde auch Ihr Gaumen bereits einmal auf einer Skihütte verführt?

Lieben auch Sie die Genüsse des Lebens? Dann sollten Sie uns immer mitteilen, wenn Sie beim Skifahren etwas ganz besonders Genussvolles erlebt haben! Das kann eine Firnabfahrt sein oder ein Germknödel, das Lächeln einer Hüttenwirtin, die wärmenden Hände eines Skilehrers, ein besonders tolles Restaurant oder die heiße Musik eines Akkordeonspielers auf der Hütte oder, oder, oder … Verraten Sie es uns! Am besten per Mail - Stichwort "Ski-Genuss" - an unseren Genuss-Reporter: Jupp.Suttner@skimagazin.de

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: SkiMAGAZIN Nr. 02 / 2016

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