Maria Höfl-Riesch:" Ich bin gern die Erste...auf der Piste!"

Vor zweieinhalb Jahren hat Maria Höfl-Riesch ihre ­Karriere beendet. Im Kurzinterview mit dem SkiMAGAZIN­ gibt die dreimalige Olympiasiegerin einen kleinen ­Einblick in ihr neues, Wettkampffreies Skileben.

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Frau Höfl-Riesch, Ihr Leben hat sich rund 20 Jahre fast nur ums ­Skifahren gedreht. Mögen Sie den Sport überhaupt noch?

Als Leistungssportler verspürt man schon auch einen gewissen Zwang! ­Der Druck und die Gegner gehören dann einfach dazu. Jetzt ist das alles weg, und „Skifoan“ ist nur noch reine Leidenschaft!

Aber jetzt ist kein Kurs mehr gesteckt! Wie und mit welchem Paar Ski ­fahren Sie den Hang heute runter? Oder darf’s auch mal Pulverschnee sein?

Wenn Platz ist, fahre ich am allerliebsten Schwünge wie beim Riesen­slalom und natürlich die entsprechenden Skier. Den Nervenkitzel, mich senkrecht den Hang runterzustürzen, brauch ich nicht mehr, die ­Abfahrtsskier bleiben zu Hause. Wobei, je nach Lust und Laune bin ich auch mal etwas zügiger unterwegs. Um Tiefschnee fahre ich nach ­Möglichkeit drumherum, reizt mich persönlich irgendwie gar nicht.

Wo finden Sie denn solch leere Pisten?

Nicht wo, sondern wann! Ich bin gern die Erste auf der Piste. Um acht Uhr morgens hat man toll präparierte Hänge und viel Platz!

Wie suchen Sie ihr Revier zum skifahren aus?

Ich bin über meinen Mann in Obertauern gelandet, der fährt dort quasi schon sein ganzes Leben lang hin. Und außer dass diese ­„Schneeschüssel der Alpen“ immer und früh schon Schnee hat, mag ich das Konzept des „Ski in, Ski out“ – man braucht nie ein Auto oder einen Skibus. Quasi aus jeder Haustür fällt man fast in den nächsten Lift, und man muss nie ­anstehen.! Dazu wenig Verkehr, das ist nicht nur für Familien toll!

Sie sind dort ab diesem Winter sogar „Schneebotschafterin“ …

Der Titel ist keine knallharte Marketingmaßnahme, sondern eher bei ­einem Glas Wein unter Freunden entstanden. Vielleicht hilft es ein ­bisschen, gerade meinen Landsleuten und besonders den Frauen näherzubringen, dass Obertauern – jetzt sogar laut Statistik – in den letzten 108 Jahren mit Abstand den meisten Schnee hatte.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: SkiMAGAZIN Nr. 01 / 2017

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