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"Es hätte viel schlimmer kommen können!"

Für unseren Streif-Helden Thomas Dreßen ist die WM-Saison 18/19 nach seinem bitteren Sturz in Beaver Creek vorbei, bevor sie richtig begonnen hatte. Im Interview mit dem SkiMAGAZIN spricht der 25-Jährige über seinen Abfahrtstriumph auf der legendären Streif, die Auswirkungen des Erfolgs und seine bittere Verletzung.

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Der Moment des Triumphs: Thomas Dreßen bei der Siegerehrung in Kitzbühel.
© Erich Spiess/ASP/Red Bull Content Pool

Thomas Dreßen, Sie sind jetzt gerade 25. Haben Sie schon mal übers Aufhören nachgedacht? Mehr als Hahnenkamm-Sieger kann man ja als Skirennläufer nicht werden …

Doch – noch mal Kitzbühel-Sieger. Ganz ehrlich, die letzte Saison war einfach genial. Natürlich das mit Kitzbühel, aber eben vor allem auch, dass das mit der Konstanz so gut funktioniert hat. Aber natürlich ist der Fokus schon weit nach vorne gerichtet. Und wenn man von klein auf davon geträumt hat, mal Kitzbühel zu gewinnen, und man schafft das, dann ist es kein Traum mehr, sondern ein realistisches Ziel, das noch mal zu schaffen. Weil es halt einfach geil ist.

Streif-Sieger sind Legenden. Fühlen Sie sich schon so?

Nein, ich fühle mich nach wie vor als der Skifahrer von nebenan. Kitzbühel ist natürlich was Besonderes, aber eine lebende Legende? Nein, ganz sicher nicht. 

Beaver Creek hat Ihnen schmerzvoll gezeigt, wie schnell es im alpinen Rennsport passieren kann und dass Stürze leider dazugehören. Gehen Sie deshalb auch so – zumindest für uns Außenstehende – überraschend locker mit um? 

Ich bin keiner, der viel in die Vergangenheit blickt, sondern einer, der immer nach vorn schaut. Was passiert ist, ist passiert. Und erledigt. Es hätte weitaus schlimmer kommen können. Und wer weiß, für was es gut ist? Ich hatte zuletzt lange extreme Hüftprobleme, die haben wir in den Griff bekommen, aber das heißt ja nicht, dass sie weg sind. Jetzt bekommt auch die Hüfte die Zeit, dass sie sich vernünftig erholt. (lacht)

Was ging Ihnen nach dem Einschlag in den Fangzaun durch den Kopf? Haben Sie da schon gemerkt, dass etwas nicht stimmt?

Ja, sofort! Das Knie hat sich anders angefühlt. Sehr locker und instabil. Auch die Schmerzen waren ungewöhnlich stark , da habe ich direkt gewusst, dass es das erst einmal war und eine OP nötig sein wird.

Interview: Taufig Khalil

Das komplette Interview mit Thomas Dreßen gibt’s im SkiMAGAZIN 01/2019, das ab dem 21. Dezember im Zeitschriftenhandel liegt.

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Vollgas voraus: Thomas Dreßen war 2017/18 der Shootingstar des deutschen Alpin-Teams.
© Erich Spiess/ASP/Red Bull Content Pool

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